41. Donauschwimmen, 30.01.2010

Donauschwimmen

Am 30.Januar, viel zu früh für den Geschmack mancher, trafen sich am Möbelzentrum in der Nähe Erfurts 7 Wagemutige bis Wahnsinnige und machten sich auf den Weg zum 41.Donauschwimmen in Neuburg an der Donau. Auf dem Weg wurden noch zwei ebenso wagemutige Ilmenauerinnen eingesammelt und dann ging es wieder auf die Autobahn. Die Straßen waren den Wetterverhältnissen entsprechend, welche sehr winterlich waren. Das machte sich besonders bemerkbar als wir uns grade dazu durchgerungen hatten nicht am ersten MC Donalds auf der Strecke zu frühstücken sondern später. Uns wurde bewusst wie richtig diese Entscheidung war als wir plötzlich in einem mehrere Kilometer langem Stau standen und befürchten mussten den Start zu verpassen. Das konnte natürlich die gute Laune nicht bremsen was mitunter auch an einigen sehr unterhaltsamen Autofahrern lag welche mit uns standen. Letztendlich löste sich jedoch der Stau auf und wir schafften es noch recht pünktlich nach Neuburg zu gelangen.
Dort angekommen war ich für meinen Teil überrascht wie viele Wagemutige/Wahnsinnige es doch in diesem Land gibt, der Parkplatz welcher für die Teilnehmer zur Verfügung stand war mehr als nur gut gefüllt. Da wir bereits angemeldet wurden machten wir uns auf den Weg in die Halle um uns dort in die Neoprenanzüge zu pressen. Wie es nun mal in Schwimmhallen üblich ist, war auch diese sehr gut geheizt und mit einem gut passenden Anzug am Körper kann solche Wärme auch schnell unangenehm werden, weswegen wir uns schnell auf den Weg zu den Bussen machten die uns zum Startpunkt brachten. Wieder einmal war ich überrascht wie viele Menschen doch das Bedürfnis verspürten mitten im Winter Baden zu gehen. Viele der dort Wartenden hatten sich auch extra verkleidet oder mitunter sehr ausgefallene Boote gebastelt. Alles in allem herrschte eine gute bis aufgeregte Stimmung.
Dann ging es endlich los, die Menge an Leuten versuchte über die steinigen Ufer in Wasser zu gelangen, was auch allen mehr oder weniger elegant gelang. Das Wasser war für 4°C über dem Gefrierpunkt sehr erträglich, was natürlich auch etwas am gut sitzenden Anzug liegen könnte. Auf den vier Kilometern stromabwärts wurde es auch nicht langweilig. Ähnlich wie bei einem Karnevalsumzug hatten sich viele Leute oder Vereine etwas einfallen lassen und sehr interessante "Boote" gebaut und mitgebracht. Außerdem konnte man auch den vielen Zuschauern an den Ufern winken wenn die Hände doch mal etwas kühl wurden. Nachdem die Zeit vorbei war mussten wir auch schon aus dem Wasser, wo die vielgerühmte Suppe auf uns wartete. Diese brachte wieder ein wenig Wärme in den Körper. So gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg zur Schwimmhalle, diesmal zu Fuß. Dort angekommen kämpfte sich jeder aus seinem Anzug und dann ging es so schnell wie möglich ins wärmste Becken der Halle. Nachdem sich dort alle getroffen hatten packten wir die Sachen und machten uns auf den Weg, allerdings nicht ohne vorher noch einmal im Fanshop der Wasserwacht vorbeizuschauen.
Auf dem Weg zurück fanden wir einen MC Donalds wo wir uns stärken und den Tag auswerten konnten. Dort fand auch die Ehrung der Teilnehmer statt. Da wir nun auch gesättigt waren machten wir uns auf den Weg nach Erfurt. Von der Rückfahrt kann ich nicht viel berichten außer, das sich das Wetter in keiner Weise gebessert hatte. Dank unseren fähigen Fahrern überstanden wir auch diese Fahrt und kehrten müde aber glücklich nach Erfurt zurück. Ich für meinen Teil empfand das Donauschwimmen als etwas sehr besonderes und kann nur jedem an Herz legen es auch mal zu probieren, ich bin gern wieder dabei.

Euer Alex

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